Paganini´s...

Motto von Paganini, dem Kater:
"Es lebe die totale Subjektivität des Feuilleton!"


Redaktion: www.paganinisberlin.de

Sonntag, 10. Dezember 2017

Die wunderbare Mythologie! XI. Teil:

Der Kugelmensch...




Ja, die wunderbare Mythologie!

In loser Folge will Paganini´s ein Streiflicht darauf werfen, so wie die
Mythologie von jeher das Dunkel unserer (Menschen-)Welt durchleuchtet hat.
Sie fand die Chiffren für das Prinzip, das uns bewegt:
Das Schicksal des Menschen, ein Mensch zu sein!

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Göttlich ist sie, die Macht des Eros. Durch die Sehnsucht schenkt sie Erinnerung.
An den Urzustand. An die verloren gegangene Hälfte. An diese eine, andere Seite.

Bis diese erblickt, muss ein Mensch als Halbheit in der großen Unzulänglichkeit wandeln.
Einmal gefunden, können Halb und Halb neu auferstehen und fühlen, was sie einst gewesen sind:
Kugelmensch!

 Zwei Gesichter, vier Beine und vier Arme lassen das menschliche Ur-Volk in Übermut die Purzelbäume schlagen.

Nie sind sie allein.
Nicht wissen sie von Einsamkeit.
Allzeit sind sie sich selbst genug.

In der Ganzheit des durch Zweisamkeit verschmolzenen Wesens, trifft ein Weibliches auf das zweite Weibliche, ein Weibliches auf das zweite Männliche oder ein Männliches auf das zweite Männliche.

Drei Geschlechter also, von Geburt an durch Liebe und Körper vereint, beleben die Welt!

Wie unbesiegbar müssen sie sich gefühlt haben. Wie genial kreiert in ihrer Perfektion!

 Der Götter benötigen sie nicht. So glauben sie. Der Himmel scheint Ihnen für sie allein bestimmt zu sein! Oh weh!
Des Menschen Unheil ist von Anbeginn der Mangel an Demut.


Zeus beginnt zu zürnen. Zeus beginnt zu überlegen:
Soll er die Kugelmenschen vernichten? Dies Erdenvolk, durch dessen Opfergaben und deren Anbetung der Olymp noch vor Kurzem Reichtum und Aufmerksamkeit erhalten hat?

Nein, weise entscheidet der oberste Gott sich für Schwächung und Verdoppelung der einzelnen Geschöpfe:
"Doppelt so Viele sind doppelte Opfergabe"!

 In der Leibesmitte durch Blitz und Donner geteilt, erinnert der Nabel nun an die Narbe noch.

Der Vereinzelte irrt seither durch seine verödete Welt.
Auf der Suche nach seinem verloren gegangenen Teil, inspiziert er die Anderen.

Eros lässt irgendwann finden. Manchmal.



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 ...und was lernen wir aus dieser uralten Geschichte?
Nichts, aber auch wirklich Nichts hat sich verändert!
Seit Ur, das der Anfang war !




Als Bonus zur wunderbaren Weihnacht, das "wunderbare Liedgut" zum Thema:




Und wir, die Paganini´s-Redaktion, wünschen nun allseits

eine schöne Adventszeit und
"Merry Christmas"!

Wir melden uns wieder im neuen Jahr 2018...

Montag, 4. Dezember 2017

Tod und Ritual:

Der wunderbare Katalog zur wunderbaren Weih-Nacht!


Foto@smac/Karla Mohr

Eine ganze Weile tobt nun in Berlin -ein durchaus Lebendigkeit schenkender- Sturm.
Es geht um Was, es geht ums Ganze. Es geht um die Frage der Fragen:
Tod oder Leben, Mensch oder Nicht-Mensch. Volksbühne oder Un-Bühne.
Und um Vieles mehr. Und noch mehr.
Was seit dieser Weile in diesem Berliner Feuersturm schwelte und manchmal "Mord und Zeter" spieh, ist in diesen Tagen zum lodernden "High-Noon" geworden:
Premiere von Susanne Kennedy mit "Women in Trouble" in der neuen Volksbühne sowie Premiere des vergrätzten Alt-Heroen Castorf in der neuen Spielstätte: "Les Miserables" im BE.
Menschentheater, mit Schweiß und Spucke und Blut und Strapsen und Schaum vor dem Mund. Bildgewaltig, Voll (wie Fülle) und weitschweifend GEGEN Kunst-Performance mit künstlichen Menschen mit künstlicher Intelligenz im durchästhetisierten, futuristischem Interieur.

Nach diesen Theater-Sensationen dann endlich auch der eingschaltete Geist in Form einer reflektiert und pragmatisch nachvollziehbaren Groß-Reflektion, initiiert durch die Akademie der Künste, die endlich die Erhellung bringt, dass zumindest das "Ensemble-Theater" für die neue Volksbühne nie wirklich als künstlerischer Mittelpunkt angestrebt und angedacht wurde. (Worüber die Politik von Anfang an hätte im Bilde sein sollen).
So weit so gut oder so gut wie schlecht und doch kann es in der Vorweihnachtszeit versöhnlich stimmen, dass es immerhin immer einen gemeinsamen Nenner gibt, den Alle anerkennen:
Das Diktat der Zeit.
Der Mensch wird geboren und der Mensch stirbt. Dargestellt, immer neu, im Menschen-Theater, meist anhand eines exemplarisch auftretenden Individuums. Aber auch dargestellt im museal anmutendem Ausstellen von vergangenen und postpostmodernen Theater-Formen.

Am Ende lacht immer die Zeit!

Die Zeit fühlt sich in der Regel linear an, wird manchmal parallel (an)gedacht und oft als Kreislauf geglaubt, doch am Tod des Individuums führt kein gelebter Weg vorbei.
Der zumindest, ist von Anfang an im Vertrag garantiert.

Wir schluchzen im Kino und bibbern im Theater mit den Protagonisten und sind erbost, wenn das KunstKunstTheater uns dieses Dramas beraubt.
Ach, der Tod ist so schön, wenn er auf der Bühne passiert!

Sehr, wirklich wunderbar sehr, ist die Ausstellung "Ritual und Tod" des smac (staatliches Museum für archäologie chemnitz) in, natürlich, Chemnitz.

Ausgehend von dem prähistorischem  Gräberfeld von Niederkaina bei Bautzen wird in dieser Schau, magisch und mysthisch anmutend und unmittelbar ins Thema hineinziehend, ein Bogen aus tiefster Vergangenheit in unsere Gegenwart hinein geschlagen, der nicht nur den jeweiligen Tod und das zur jeweiligen Zeit gehörende Ritual verlebendigt, sondern ungewöhnlich frei und untabuisiert, die Frage an jeden Einzelnen der jetztzeitigen Besucher stellt, wie er mit seiner ureigenen Todeserfahrung und Todeserwartung umgeht und umzugehen gedenkt.

Ein wunderschöner, erhellender, sensibler und spartenübergreifender Katalog ist dabei entstanden, der Archäologie, Psychologie, Soziologie, Geschichte, Bilder und Kunstgeschichte zum Thema nutzt und die Furcht nimmt, den Tod als das Unausweichliche (zu seiner Zeit zumindest) willkommen zu heißen.

Ein großes und wertiges Geschenk, finden wir, zum bevorstehenden Weihnachtsfest!





Alles Weitere zu Ausstellung und Katalog HIER------------>

Freitag, 1. Dezember 2017

Aus der wunderbaren Kladde...

...der Paganini´s-Redaktion, II. Teil:


…Ich fühle mich klein und unbedeutend. Hat sie gesagt. Ich fühle mich wie ein Nichts, hilflos und nahezu ohnmächtig ausgeliefert. Hat sie gesagt. Ich fühle mich nur gut, hat sie gesagt, wenn ich Allen um mich herum beweisen kann, dass sie ebenfalls klein und unbedeutend sind. Das hat sie alles gesagt, meine Psychotherapeutin. Und sie hat natürlich recht. Recht hat sie,  aus ihrer Perspektive und recht hat sie, weil Das Recht auf ihrer Seite ist.
Und das Recht hat immer recht.
Und der/die PsychotherapeutIn hat sowieso auch immer recht.
Ich behaupte nicht das Gegenteil. Aber meine Therapeutin  sieht nur die Fakten, sie zieht nur Schlussfolgerungen und sie erkennt nicht an, dass in meiner Welt das Recht der ihrigen Welt nicht vorkommt und dass es in meiner Welt nicht um Unzulänglichkeitsgefühle geht, sondern eindeutig um das Recht, das ich mir herausnehme, als einziges Recht anzuerkennen, also das Ur-Recht des Stärkeren.
In diesen Zeiten gilt dieses Recht als Unrecht und doch ist es immerwährend. Mit dem neuzeitlichen Recht im Nacken, sitzt meine Psychotherapeutin auf ihrem ureigenen Thron und genießt ihre All-Überlegenheit. Und missbraucht ihre All-Überlegenheit und damit auch mich, der um Verständnis wimmert. Ja, wimmert, denn ich habe kein Problem damit, mich klein und unbedeutend zu fühlen, selbst wenn ich das nicht bin, aber ich habe ein Problem mit diesem kalten Konsens, der nichts wahrzunehmen versteht von mir, der als anerkannter Konsens im Grunde gar nichts versteht, von meinem Tun und von einer Existenz, wie der Meinen. Und der nicht  zurecht kommt mit diesem vielgepredigtem „Ganz Anderen“, das ich zu sein scheine.
Anders anders als das, was Freud predigt und Jung und Zizek und der Feuilleton und die Fachzeitschrift für Psychologie oder Coaching.
Coaching: In drei Tagen zur Erfolgsbestie, kann man da lernen. Hahaha!
Ich habe mir Alles selbst beigebracht und ich leide nicht unter mir.
Die Hölle, das ist der Andere. Ich bin zu einer Psychotherapeutin gegangen, weil ich weiß, dass ich aus der Masse herausfalle und das macht mich einsam, dieses Herausfallen und da habe ich eine Psychotherapie beantragt, weil ich eine Natur bin und als Natur dieser Art dem/der PsychotherapeutIn einen Zugang zu mir öffnen möchte. Damit Eine/r mich sieht!...(Notiz zu dem noch unfertigen Buch „Die Wollust des Tötens“)



 


Paganini, der Kater, in der Redaktionskonferenz:

Kladde hin, Kladde her, sollte das nicht sensibel gestreut werden?
Nicht so platt hintereinander weg!
Wir könnten ja gleich schreiben: Da ist unsere Kladde, Winkewinke, wir wollen ein Buch daraus machen...

Chefredakteurin:

Ach, Firlefanz, so weit denkt doch Keiner...

Und ein Schnurren breitet sich aus, in der Paganini´s-Redaktion! 

Donnerstag, 23. November 2017

Ein Hoch auf den Buchstaben:


 
 
 
 

Tanz 


Tanzt ein Buchstabe auf weißem Papier, tanzt auf der Nase herum,
tanzt den Tanz des Gerechten und den Tanz der Gerächten
und den Tanz der zu Rächenden.
Winselt nie um Gnade und tanzt weiter

auf dem Tisch
 

Tanzt der Buchstabe in einem wild gewordenem Wort,
tanzt das Wort einfach tot und fordert:
Tanz aus Melancholie und durch Mord.
Im Irgendwo durch Irgendwen.

Aber bitte mit Text
 

Tanzen die Worte im Buch, tanzen das Auge entzwei,
tanzen den Tanz aus Sätzen und den Tanz von Texten
und den Tanz eines Buchstabens, der nicht sitzt
oder fehlt oder überflüssig geworden

zu Grunde geht!







 

Mittwoch, 15. November 2017

Aus der wunderbaren Kladde...

...der Paganini´s-Redaktion:


So, im Tollhaus ist also die Hölle los und ich bin ungewollt dabei. Der Zufall hat mich hinein geschleudert, an diesem sonnigen Herbsttag und ich weiß mich vor glücklichem Unglück oder unglücklichem Glück nicht recht zu retten. Das Leben klingelt wie ein entlassener Strafgefangener an meiner Tür und bittet um Einlass und ich scheine seit Jahren mit diesem Ex-Gefährten nichts zu tun haben zu wollen. Verpflichtet fühlt man sich ja dennoch, also habe ich die Tür geöffnet und war gleich wieder mittendrin. Ja, so schnell kanns gehen. Das Leben findet mich, wie das Kind die Jungfrau und ich reibe mir die Augen. Hehe! So bin ich also mittenmang reingeschleudert und alles jubelt mir zu und ich will wieder raus. Nur weil das Leben geklingelt hat, muss ich ja nicht gleich vor Freude aus dem Häuschen sein. Nee, muss ich nicht. MERKE: Leben ist nicht in jedem Fall nur Freude. Aha! Wieder was gelernt, fein, liebes Leben, dass es Dich gibt, ohne Dich könnt ich nicht soviel lernen und dafür  bin ich ja schließlich, so sagen die Weisen der Esoterik, also auch die Heiligen, auf der Welt. Ich bin geraume Zeit auf der Welt, aber umgehe gern das Leben, so ab und an und ich verstehe mich heute wieder sehr gut diesbezüglich. Warum das Leben heute geklingelt hat? Und was dann so im Tollhaus los war? Ach, lasst mich zufrieden damit, ich will die Tür schließen und geh ins Bett. Träume sind Schäume und sind sehr wahr. Arrivederci! (Notiz zu Menschenlichter im Tollhaus, 2009)




Freitag, 10. November 2017

Die wunderbare Medea:

"Doch mächtger als die Einsicht ist die Leidenschaft:
Sie ist die Ursach jedes größten Fluchs der Welt!"(Euripides)



BE-Plakat-Foto@Paganinis

Ja, Kater,
denke ich, die neu ernannte Chefin dieses Blogs,

ja, natürlich mache ich mich sofort auf den Weg, den Du bestimmt hast:
Medea, Thalheimer, Berliner Premiere im neuen Berliner Ensemble!

Ich kenne den Text der "Medea", ich liebe ihn und der Autor, also Euripides, der ist Einer von Denen, die scheinbar das Wort "universell" erfunden haben.

Die Welt ist wie sie ist, steht da drin, in dem Text, und willigst Du nicht ein, in deren Gesetze, dann sieht es zappenduster aus.

Und da, in diesen Kontext hinein, kommt diese Frau, diese Königin, diese Mutter:
"Medea".

Und die ist nicht ohne.
Sondern mit.

Mit allen weiblichen Wassern gewaschen und dennoch "speziell".
Aber nachvollziehbar.

Giftmischerin und Hexe hin oder her.
Empathiefrei her oder hin.
Zu intensiv, zu emotional, viel zu wenig rational.
Alles für die Katz. Sicher!
Medea. Unergründlich.
Aber als Medea der "Medea", fast schon eindimensional.

Paganini, der Kater. zur Chefredaktion:

Mädchen, ich habe Dir hier und heute wirklich gar nichts mehr zu sagen.
Aber was soll der Bullshit, der falsche Zinnober.
Bin ich etwa tot?
Schreib was Du willst, wenn ich tot bin, aber schreib es nur, wenn ich auch IN DIR tot bin.
Du musst Farbe bekennen, Mädchen, sei Du selbst, halt die Leute nicht auf, mit Deinen Phrasen, sei stark und authentisch, sonst...

Text/AMME (Prolog)
"Oh, wäre durch die schwarzen Wunderfelsen nie
Das Schiff geflogen, steuernd nach dem Kolcherland,..
Wär auf den Waldhöhn Pelions nie der Fichtenstamm
Durchs Beil gefallen, hätte nie ...
Medea, meine Herrin, dann zur Griechenstadt,
Von Jasons Liebe hingerissen und betört,
Und hätte Pelias' Töchter nie zum Vatermord
Verführt und wohnte nicht im Land Korinthos hier
Mit Mann und Kindern – bei den Bürgern zwar beliebt,
In deren Land sich niederließ die Fliehende,
Und treu zur Seite Jason stehend überall...
Und sie, das unglückselige, frech verschmähte Weib,
Medea, ruft die Eide, ruft der Treue Pfand,
Die Kinder haßt sie, freut an ihrem Blick sich nicht –
Sie brütet, fürcht ich, über etwas Schrecklichem!"(Euripides)

Chefredaktion:
Ja, Kater, sie brütet über dem Mord an ihren eigenen Kindern. Sie brütet von Anfang an.
Fragen wirft das Ganze nicht auf.
Die Spannung und das Drama bleiben.
Weil Medea eben Medea ist.

Und dennoch gibt es kaum einen Presse-Artikel zu einer Medea-Adaption in Film oder Theater, die nicht immer wieder diese Frage an den Anfang stellt:

"Wie kann eine Frau das tun, diese Monströsität, das Morden der eigenen, geliebten Kinder".

Völlig missachtet wird dabei die Tatsache, dass Euripides die Antwort auf diese Frage als Gegebenes an den Anfang seines Dramas stellt.

Der Inhalt des Stücks ist nicht eine langsame Entwicklung zum Kindsmord hin.
Der Wunsch des Mordes steht (mit und trotz aller Skrupel) am (und als) Beginn.
Am Ende steht nur der Triumph der Durchführung.

Euripides bleibt vollständig Medea-immanent.
Er erklärt nichts.
Er versteht das Nicht-zu-Verstehende.
Weil Medea so ist.


Paganini, der Kater:

Aha, aha, aha! Blablabla!

Text/MEDEA
"Mich wähne niemand feig und ohne Kraft zur Tat
Noch auch geduldig, sondern jener andern Art,
Den Feinden furchtbar und den Freunden wohlgesinnt;
Denn solcher Menschen Ruf und Ruhm erfüllt die Welt!"(Euripides)

Chefredaktion:
Und da sind wir nun, an dieser Stelle,  bei Thalheimer!
(Hören Sie mir überhaupt zu, Herr Paganini...?)

Das Unfassbare seiner Inszenierung liegt darin, dass er den Text nimmt und sich Diesem fraglos ergibt.

Es geht hier nur um "Medea" und um deren Sicht auf das Geschehen.

Sie sieht sich als Liebende. Sie sieht sich als Opfer dieser Liebe. 
Sie sieht ihre große lebens-Schuld in dieser Liebe zu Jason.

Und eben diese, ihre Schuld (an sich selbst) will sie ausradieren. Weiß machen.
Es soll nicht gewesen sein.

Das geht nur, wenn sie Alles vernichtet, was als Folge dieser folgenschweren Liebe passiert ist. 
Und so tötet sie. Sie tötet Alles was Jason liebt und Alles was sie ihm gegeben hat und damit tötet sie auch posthum ihre Liebe zu Jason. 
So denkt sie.
Sie reißt sich die Kinder aus dem Herz, weil sie dieses Herz hasst. Und deshalb hasst sie ihre Kinder. Und kann nicht nur (sondern muss) sie dem Tod übergeben.

Es gibt nicht eine relevante Entschuldigung für diese Frau. Außer der Beschaffenheit ihres Charakters.

Thalheimer reißt wie Keiner die Haut runter. Es bleibt nur das Skelett des Stoffs und der Personen übrig. Und ein Herz. Das pocht. Und das zum Wahnsinn treibt. Und das Rot ist, wie Blut.
Doch am Ende steht Medea in blütenweißer Robe aufrecht auf der Bühne.
Das war kein Sonnengott. Das war sie selbst.
Ausradiert: Ihre "Schuld"


Ich war hier: Berliner Premiere/Medea


Karg, dicht, schmerzend und wieder ganz anders, die Verfilmung von Lars von Trier.


  
Unser/Mein Liebling nach Thalheimer und Theater!


Eine wesentlich sinnlichere Version der MEDEA gibt es bei Pasolini.
Maria Callas ist eine Medea, die sehr "italienisch", als dominante Mamma, Diva und Divina brilliert, weniger "Monster" und weniger "Archaik", als durch Constanze Becker verkörpert:

4x "Medea": Euripides, Thalheimer, Pasolini und von Trier.

Wir garantieren: 4x großes Kunsterlebnis mit viel "Bumms"!






Paganini, der Kater, in der abschließenden Redaktionskonferenz:

Kindchen, Katastrophen im Feuilleton dürfen sein! 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Die wunderbare Endlickeit...

...ist nicht immer Vanitas!


Dennoch: Die Paganini´s-Redaktion hat eine Presse-Notiz herausgegeben, der zufolge
der Chefredakteur, Paganini, der Kater, sein Amt an seine langjährige, erprobte Mitarbeiterin der ersten Stunden, die Redakteurin, abgegeben hat.

Das Ableben seines tierischen Zwillings, Paganini, dem Kater, soll ihn in tiefe Konflikte und "in einen Zustand tiefster Nachdenklichkeit"(Pressemitteilung PaganinisBerlin v. 28.10.2017) versetzt haben, an dessen Ende diese Entscheidung zur Neuerung der Redaktion gestanden ist.


"Besser frühes Altenteil und Ruhestand als früher Tod durch raschen Verschleiß von 7 Leben"
(O-Ton, Chefredakteur, Paganini, der Kater, in der Pressekonferenz v. 28.10.2107)




Paganini, der Kater, Chefredakteur der Paganini´s, macht es sich in Zukunft auf der Couch gemütlich


In Zukunft übernimmt nun eine Frau mutig das Steuer in diesen stürmischen Zeiten der Paganini´s-Redaktion:

Die Redakteurin

                                                  Noch herrscht Freude bei der neu ernannten "Chefredakteurin"



"Nein, ich habe mich als Frau niemals benachteiligt gefühlt. Ganz im Gegenteil.
Der Chef hat mich an diese verantwortungsvolle Aufgabe geduldig herangeführt und wachsen lassen", beteuert sie in der Presse-Mitteilung zur aktuellen Situation.


Paganini, der Kater und ehemaliger Chefredakteur dieser Berliner Kultur-Seite, bleibt als stiller Teilhaber, "Einflüsterer" (Pressekonferenz v. PaganinisBerlin, 28.10.17) und kompetenter Berater "aus dem Off" (Pressekonferenz v. PaganinisBerlin, 28.10.17) selbstverständlich präsent und aktiv involviert.





Ab Mitte November geht es hier also neu und dennoch weitgehend unverändert weiter.
 
P.S. Großartig schon jetzt die Chefredaktion, unterbezahlt, aber "Mein"!