Paganini´s...

Motto von Paganini, dem Kater:
"Es lebe die totale Subjektivität des Feuilleton!"

Redaktion: www.paganinisberlin.de

Wegen anderer Projekte kann das Blog zur Zeit leider nur unregelmäßig "bespielt" werden!

Montag, 26. Oktober 2015

Das unscheinbare Wörtchen...

...fast...


Fast ertrunken, fast gefallen, fast in Dich hinein gesprungen.
Fast gescheitert, fast verschuldet, fast im Nichts verschwunden.
Fast im Kirchenchor gesungen, fast im Krankenhaus gestorben.
Fast fünf Babys neu geboren, fast verheiratet vier Mal.

Fast die Fassung ganz verloren, fast aus Höllen schön geflohen.
Fast die Weltbank ausgeraubt, fast Gefängnisse versaut.
Fast den Drogentod gestorben. Fast in Himmel rein geflogen.
Fast zu Ruhm gekommen, fast im FAST ganz umgekommen.



flickr.com

Das unscheinbare Wörtchen "fast" sollte nicht unterschätzt werden.
Das blasseste Wort der deutschen Sprache beschreibt ein Phänomen, das im Leben eines Menschen vermutlich - rein statistisch betrachtet - am Allgegenwärtigsten von allen Worten ist!
Fast unglaublich!


Der Fachmann also Duden definiert:
"fast" ist gleich: Kaum noch von einem bestimmten Zustand, Ergebnis, Ausmaß, einer Anzahl, Größe o. Ä. entfernt; einer genannten Angabe ziemlich nahekommend; beinahe, nahezu


Samstag, 24. Oktober 2015

Das wunderbare Wort zum Sonntag:

"Der Apfel, den es nicht gibt!"


Daniel Kehlmanns Eröffnungsrede zur Ausstellung "Dialog der Meisterwerke" im Städel-Museum.

...Nicht ganz kurz, schwindelerregend und doch gibt es am Ende den Schimmer Hoffnung, den ein gelungener Sonntag benötigt...



Gefunden auf museumsfernsehen.de, geklaut von Youtube


Paganini, der Kater, in der Redaktionskonferenz:

Mag meine Welt auch Illusion sein, so bin ich doch sicher in ihr!

Und siegessicher fixiert er die krabbelnde Fliege auf der Fensterscheibe...!



Ein wunderschönes Wochenende wünschen die Paganini´s!

Dienstag, 20. Oktober 2015

Das wunderbare Tivi:

www.museumsfernsehen.de ist da!


Wenn ein Tivi tatsächlich noch wunderbar zu nennen ist, da innovativ, experimentell, kunstvoll,
 nicht kommerziell, liebevoll, ja, kunstbesessen geradezu, da juckt es dem dicken, schwarzen Kater Paganini natürlich in den Pfoten, um mehr über "Fernsehkanal" und "Intendanz" zu erfahren.

Und so war er dieser Tage und Nächte auf den Spuren der Museen unseres Landes, der Schweiz und Österreichs unterwegs und kam aus dem Staunen, Träumen, Lernen und Schauen gar nicht mehr
raus, so reichhaltig ist das Angebot an Videos, das die Macher von museumsfernsehen.de 
Ilona Aziz und Thomas Wagensonner zusammengetragen haben.

Wir, die Paganini´s, luden die Beiden kurzerhand zum "wunderbaren Interview" und 
Niemand sagte Nein.
Ilona Aziz

Paganini´s:  Wie kam es zu Idee und Zusammenarbeit an museumsfernsehen.de?

museumsfernsehen.de: Die grobe Idee dazu hatten wir schon vor relativ langer Zeit.
Wir sind langjährige Kollegen und haben in der Vergangenheit gemeinsam in einem Team bei news aktuell - einem Tochterunternehmen der dpa - gearbeitet.
Hier haben wir den Bewegtbild-Bereich (Video Produktion und Verbreitung) aufgebaut.
Das Projekt entstand aus der Erkenntnis, dass gute Inhalte für spitze Zielgruppen auf großen Plattformen kaum noch zur Geltung kommen.
Schon damals schwebte uns vor, ein Special Interest Portal in Richtung Kunst und Kultur umzusetzen.
Mit der Zeit haben sich Museen als interessante Zielgruppe herausgestellt:
Für Museen ist Video das Instrument, um potenzielle Besucher und andere Kunstinteressierte anzusprechen. Allerdings: Im Massenangebot von YouTube und Co. gehen hochwertige Beiträge oft unter.
museumsfernsehen möchte Videos von Museen sichtbarer machen. Es bündelt frei verfügbare Videos deutschsprachiger Museen auf einer Plattform.

Mit museumsfernehen sind wir im Juli 2015 online gegangen.
Mittlerweile sind über 700 Videos von über 130 Museen, Kunsthallen und Kunstvereinen auf der Website zu sehen.
Die Videos lassen sich übersichtlich nach Standorten und Themen recherchieren.

Paganini´s: Welche Zielgruppen hatten Sie im Fokus?

museumsfernsehen.de: Das Portal richtet sich im Allgemeinen an alle Kunst- und Kulturinteressierte:
Personen, die zu aktuellen Ausstellungen oder Geschehnissen auf dem Laufenden gehalten werden möchten aber auch Redakteure, die sich informieren wollen.

Paganini´s: Durch die Auswahl und Anordnung der Videos leisten Sie gewissermaßen auch


 
kuratorische Arbeit.
Wie darf man sich die Kriterien vorstellen und wie geht es in der Vorab-Diskussion zur Auswahl konkret zur Sache?

museumsfernsehen.de: Wir recherchieren auf Plattformen wie YouTube nach aktuellen Videos.
Inzwischen gibt es bereits Museen, die uns aktiv kontaktieren und ihr Video-Material zur Verfügung stellen.
Wir schauen uns pro Woche im Schnitt ca. 30 bis 60 Videoclips von Museen im deutschsprachigen 
Raum an. 
 
www.museumsfernsehen.de

Wir kategorisieren dabei im Prinzip nach Standort und Museums-Typ.
Mehrheitlich handelt es sich dabei um Videos von Kunstmuseen.
Es sind aber auch Filme von zum Beispiel Technik-, Natur- und Geschichts-Museen mit dabei.

Bei der Kuratierung zählt für uns vor allem der "informationelle Mehrwert". In unserer Zeit bei der dpa-Tochter news aktuell stand für uns in eigenen Produktionen immer im Vordergrund, den Zuschauern einen Zusatz an Information zu bieten. Mit diesem redaktionellen Raster schauen wir auch auf die Videos der Museen. Dabei zeigt sich, dass Museen oft sehr exklusive Informationen bereitstellen, an die man als normaler  Museumsbesucher gar nicht so leicht kommt: Interviews mit Kuratoren, Künstlern oder auch Museumsdirektoren.

Viele Museen arbeiten auf sehr hohem technischen Niveau. Dieser technische Aspekt ist für unsere Auswahl allerdings nicht so ausschlaggebend. Mitunter haben wir mit einfacher Ausrüstung aufgenommene Beiträge mit tollen O-Tönen. Wenn man den alten Spruch von "Content ist King" schon bemühen will, dann zeigt sich hier, wie wahr der immer noch ist. Uns gefällt daher "Form Follows Function" in dem Zusammenhang als Leitsatz besser.

Thomas Wagensonner
Paganini´s: Planen Sie weitere Special Interest Portale?

museumsfernsehen.de: Die Resonanz auf museumsfernsehen war insgesamt sehr positiv.
Uns ist schon mehrmals der Gedanke gekommen,  ähnliche Portale für andere Bereiche aufzusetzen.
Allerdings sind wir - vor allem jetzt in der Anfangsphase -  gut beschäftigt mit dem Projekt und zeitlich sehr eingebunden.
Weitere Portale sind in der Zukunft aber durchaus geplant.


Paganini´s: Bei museumsfernsehen.de 
handelt es sich um ein nicht-kommerzielles
Projekt.
Gibt es dennoch die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen?

museumsfernsehen.de: Unser primäres Ziel ist es im Moment, noch bekannter zu werden.
Deshalb ist es schön, wenn über unser Portal erzählt und berichtet wird.

Wir freuen uns auch über Likes und Follower in den Sozialen Medien:
Facebook: 
https://www.facebook.com/museumsfernsehen
Twitter: https://twitter.com/museumsFS

Langfristig gesehen suchen wir schon auch Sponsoren für unser Projekt, damit wir auch zukünftig bestehen können. 


Paganini´s: Herzlichen Dank und viel Erfolg für Ihre wunderschönen Ideen! 
Vielleicht nehmen Sie unseren Wunsch nach einem theaterfernsehen.de mit in die Zukunft!?



Das wunderbare Interview wurde von unserem Chefredakteur Paganini, dem Kater, geführt.
Ilona Aziz und Thomas Wagensonner beantworteten die Fragen liebenswürdigerweise gemeinsam im Team per Mail!


Und nun Ab, zum wunderbarsten Tivi der Welt: www.museumsfernsehen.de!



Montag, 5. Oktober 2015

Was haben die Koreaner...

...was die Nicht-Koreaner NICHT haben...?


Zwei der gigantischsten Filmemacher unserer Zeit und unserer Welt!

Von Kim Ki Duk haben die Paganini´s immer wieder, trunken und schwelgend von gesehenen Bildern, berichtet.
Zu unserer Schande sei gestanden: Park Chan-Wook haben wir erst jetzt in der Online-Videothek unserer Wahl entdeckt und damit einen seiner Filme, den wir -zumindest in diesem Moment- als
"den besten Film überhaupt" ans Cineasten-Herz legen müssen. 

Begeisterung macht mitteilsam!

Film und Filmemacher haben diese Reklame nicht nötig, Cannes ehrte die Chose 2004 mit nahezu allen Preisen, die es dort zu vergeben gibt, aber nicht zuletzt der Kater tut gerne so, als sei seine schwarze Schnauze einer brandneuen Fährte auf die Spur gekommen:

OLDBOY aus dem Jahre 2003 und seinem Motto

Lache und die ganze Welt lacht mit Dir!
Weine und Du weinst Allein!





Es geht um Rache. Und um Rache. Und um Rache. Und um Rache geht es auch.
Aus Rache wird ein Mann entführt und für 15 Jahre in einer fensterlosen Wohnung inhaftiert.
Der Mann weiß nicht, wer sich an ihm damit rächt. Und der Mann weiß nicht, wofür sich dieses unknown WER an ihm rächt. Der Mann wird frei gelassen. Fortan ist der Mann von seinem eigenen Wunsch nach Rache getrieben. Ein frei gelassener Mann ist eben noch lange kein freier Mann.
Seine Rache gehört zur Rache des Anderen.
Mit anderen Worten: 15 Jahre Kerker sind nur ein Vorspiel zum großen Spiel. 
Der eigentlichen RACHE!

"Park gab in einem Interview im Jahre 2004 unter anderem Sophokles, Shakespeare, Kafka, Dostojewski, Balzac und Kurt Vonnegut als Einflüsse auf seine Karriere an."(Wikipedia)

Intensität und Wucht dieser Vorbilder sind virtuos doch brachial umgesetzt.
Grandios: Die Musik. Clockwork Orange stand Pate! Gewalt und Klassik: Was für ein Pakt!
Film und Filmemacher: Ein Gigant!

P.S.: Bitte das Remake von 2013 mit Nichtachtung strafen. Verplemperte Kino-Zeit!