Paganini´s...

Motto von Paganini, dem Kater:
"Es lebe die totale Subjektivität des Feuilleton!"


Redaktion: www.paganinisberlin.de

Sonntag, 8. April 2018

Die wunderbare Antritts-Rede...

...des neuen Herausgebers der "Paganini´s", Boncuk, dem Kater!




Boncuk, der Kater. Schnappschuss in der Redaktions-Pause



Sehr geehrte Damen und Herren,


Als ich in dieses Amt berufen wurde, lag mir nichts ferner als dieses Amt.

Ich, der Neuling der Redaktion, auf einmal in den Fußstapfen des größten Literatur-Katers der Nachkriegszeit.

Nein, das hatte ich nicht auf dem Schirm und nicht "in Mind"!

Nein, und nochmal Nein. Ich, Boncuk, der junge Kater,  bin zu Paganini, dem (in jeder Hinsicht) Großen, gegangen und habe an seine Tür geklopft, weil ich lernen wollte, lernen und lernen.

Von Paganini, dieser grauesten aller grauen Eminenzen zu lernen, galt als das Größte in unseren Reihen:
In den Reihen der schwarzen, berliner Katzen mit Migrationshintergrund!

ER, Paganini,  gab mir eine Chance. Er hielt mich für würdig.
Und nun, wo er uns Alle für immer allein gelassen hat, nun, wo sein Herz nicht mehr für uns schlagen darf, da wird mir erst schmerzlich bewusst, was er uns war, was er uns gab, was er uns ALLEN noch lange bedeuten soll:

Paganini, der Kater, ist ein Vorreiter gewesen, ein Wegbereiter in Sachen Integration, in Sachen Erneuerung und in Sachen Egalität!

Die Chefredaktion der Paganini´s in weibliche Hand zu übergeben, war ein letzter, intensiver Willensakt dieses Geistes.
Er hat daran knabbern müssen. Doch daran ist er nicht gestorben.

"Das ist mein Vermächtnis", hat er zuletzt gesagt, "diesen allgemeinen Niedergang bestmöglich zu organisieren!"

Die Erneuerung weiter einzuleiten, indem er mich, den Deutsch-Türken einer jungen Generation, zu seinem Nachfolger bestellt hat, ist eine große, frische, nonchalante Tat.

Lassen Sie uns, werte Damen und Herren,  in aller Offenheit miteinander sprechen.
Paganini, der Kater, war immer ein Freund offener Worte.
In dieser Tradition will ich die Redaktion in ein noch offeneres Offen hinein führen.

Ich bin der Ansicht: Alles ist gut. Paganini, der Kater, ist tot, das ist der Lauf des Lebens.
Ich bin nun da. Und ich nehme es an. Dies schillernde Los, der Nachfolger von Paganini, dem Kater, zu sein!

Und sind wir auch nicht mehr die Alten, so sind wir, die Paganini´s, doch Seite an Seite solidarisch und guten Mutes!

Ein besonderer Dank gilt mir der hilfreichen Unterstützung durch die Chef-Redakteurin, die selbstverständlich weiterhin (auf Augenhöhe mit mir) die Geschicke der Redaktion leiten wird.

Auf gute Zeiten

Ihr

Boncuk, der Kater!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen