Paganini´s...

Motto von Paganini, dem Kater:
"Es lebe die totale Subjektivität des Feuilleton!"

Redaktion: www.paganinisberlin.de

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Sonntag, 26. August 2018

Aus der wunderbaren Kladde...

…der Paganini´s-Redaktion!



Hörst Du, in den Ästen, das Knarzen der Geister?
Beinhart und blau, in ihrem Schmatzen kieferlos,
kein Zahn kann mahlen, hörst Du?
Kein Zahn in diesem Reißen und in diesem Rascheln,
keine Lippen fürwahr, nur das Purpur der Fäulnis,
im verdorrten Holz.
Siehst Du ihr Gleiten, ihr unruhiges Flattern, blau sind sie,
blau gesoffen vom Saft der Jahrhunderte, der in den Adern fließt,
in den Furchen, unter der Rinde. Hörst Du, wie sie gierig sind,
wie sie schlürfen, hörst Du ihr Saugen, am ewigen Tropfen.
Eng stehen die Bäume. Sie wollen sich stützen. Sie wollen
verjagen, das nächtliche Treiben. Und können nichts richten:
Nur stehen und warten und –
Irgendwann fallen!
(Menschenlichter im Tollhaus, Notiz zur "Weltesche")

Boncuk, der Kater, in der Redaktionskonferenz:

Was würde wohl Paganini, der Kater, dazu sagen. Hätte der das durchgewinkt?
Ach, meine Täubchen, ihr habt ja recht, das ist nicht die Frage, denn dazu gibt´s nur das große Schweigen.
Und wenn uns nichts Besseres einfällt, dann verlängern wir eben unser Päuschen!

Und Boncuk, der Kater, rollt sich umständlich ineinander und fällt sogleich in einen tiefen, schönen Schlaf...

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