Paganini´s...

Motto von Paganini, dem Kater:
"Es lebe die totale Subjektivität des Feuilleton!"

Redaktion: www.paganinisberlin.de

Wegen anderer Projekte kann das Blog zur Zeit leider nur unregelmäßig "bespielt" werden!

Montag, 19. Oktober 2020

Menschenlichter-im-Tollhaus-Wochen:

Der Engel auf Irrwegen


Ein Wesen wird auf verlassener Straße aufgelesen und wegen seiner albino-ähnlichen Dünnhäutigkeit auf eine Quarantänestation gebracht. 
Er fällt anfallartig in Todesschlaf gleichende Zustände. 
In diesen Sequenzen findet er sich in 1 Person, 1 für ihn ungewohnten und  unbekannten Menschen, wieder. 

Erholen kann er sich von seinen Fremd-Erlebnissen nur in dieser Station.

Diese Variante der Rahmenhandlung mit ENGEL haben wir verworfen.
Andere Varianten finden wir bis heute...


https://www.flickr.com/photos/16230215
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 I

Und wie geht es Ihnen heute?

Das fragt mich ein schöner Mund. 

Ein schöner Mund, den ich im Moment nicht sehen kann. 

Aber da ich den Mund kenne, weiß ich um seine Schönheit. Ich habe den Mund bereits sehen dürfen. Den Mund und sein Lächeln. Und die großen, leicht auseinanderstehenden Zähne in diesem Mund. 
Zähne, die wunderbar weiß glitzern, wenn das Lächeln zum Lachen wird.
  
Dieses Lachen nenne ich in Gedanken „mein Fest“. 

Für Sie gibt es hier nur wenig zu lachen, nicht wahr?
Hat mir dieser Mund einmal zugeflüstert, als er sich, wie im Moment, verhüllt hatte.

Ich wußte nicht, was ich darauf antworten sollte. Ich wollte mich nicht verraten. 
Aber ich wollte diese Worte, die aus einer weichen Kehle in einen schönen Mund hineinflossen, vermutlich um mir etwas Gutes zu tun, so auch nicht in diesem gläsernen Raum, der meine Zuflucht ist, hängen lassen. 

Solche Worte hängen dann sozusagen ungewollt über meinem Kopf in der Luft. Das stört mich. 
Worte sind geheime Zeichen. Sie stören nicht immer. 
Sie stören nur manchmal sehr, so sehr, will ich meinen, wenn sie alles mit einem vollständig falschen Duft durchdringen. Wenn die Luft über meinem Kopf nicht mehr aseptisch, sauber und gereinigt ihre Neutralität wie Seifenlauge, die über weiße Fliesen fließt, ausbreiten kann, wortlos und rein. 

Wenn die Luft ihren Odem, diesen Odem zur Bekämpfung störender Eindringlinge, nicht ohne Worte, die die Wahrheit verfälschen, weitertragen darf. 

Dann beginnt für mich ein Leiden. Ein Leiden, das wenig Anlass zum Lachen gibt.


Also habe ich es nicht ganz so weit kommen lassen und die Worte Lügen gestraft.
Ich habe nämlich in den schönen Mund, den ich nicht sehen konnte, in diesem Augenblick, hineingelacht.

Haha!

Und dann haben ihre Augen, ihre sehr schönen Augen, kurz einen noch schöneren und wärmeren Blick erhalten...




P.S.: Natürlich stand auch Bowies bezaubernder "Mann, der vom Himmel fiel" Pate.
Wie gesagt, das ganze Projekt, leider unausgegart. 


Hiermit sind die Menschenlichter-im-Tollhaus-Wochen beendet!

Und der Blog muss pausieren...


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