Paganini´s...

Motto von Paganini, dem Kater:
"Es lebe die totale Subjektivität des Feuilleton!"


Redaktion: www.paganinisberlin.de

Freitag, 1. Dezember 2017

Aus der wunderbaren Kladde...

...der Paganini´s-Redaktion, II. Teil:


…Ich fühle mich klein und unbedeutend. Hat sie gesagt. Ich fühle mich wie ein Nichts, hilflos und nahezu ohnmächtig ausgeliefert. Hat sie gesagt. Ich fühle mich nur gut, hat sie gesagt, wenn ich Allen um mich herum beweisen kann, dass sie ebenfalls klein und unbedeutend sind. Das hat sie alles gesagt, meine Psychotherapeutin. Und sie hat natürlich recht. Recht hat sie,  aus ihrer Perspektive und recht hat sie, weil Das Recht auf ihrer Seite ist.
Und das Recht hat immer recht.
Und der/die PsychotherapeutIn hat sowieso auch immer recht.
Ich behaupte nicht das Gegenteil. Aber meine Therapeutin  sieht nur die Fakten, sie zieht nur Schlussfolgerungen und sie erkennt nicht an, dass in meiner Welt das Recht der ihrigen Welt nicht vorkommt und dass es in meiner Welt nicht um Unzulänglichkeitsgefühle geht, sondern eindeutig um das Recht, das ich mir herausnehme, als einziges Recht anzuerkennen, also das Ur-Recht des Stärkeren.
In diesen Zeiten gilt dieses Recht als Unrecht und doch ist es immerwährend. Mit dem neuzeitlichen Recht im Nacken, sitzt meine Psychotherapeutin auf ihrem ureigenen Thron und genießt ihre All-Überlegenheit. Und missbraucht ihre All-Überlegenheit und damit auch mich, der um Verständnis wimmert. Ja, wimmert, denn ich habe kein Problem damit, mich klein und unbedeutend zu fühlen, selbst wenn ich das nicht bin, aber ich habe ein Problem mit diesem kalten Konsens, der nichts wahrzunehmen versteht von mir, der als anerkannter Konsens im Grunde gar nichts versteht, von meinem Tun und von einer Existenz, wie der Meinen. Und der nicht  zurecht kommt mit diesem vielgepredigtem „Ganz Anderen“, das ich zu sein scheine.
Anders anders als das, was Freud predigt und Jung und Zizek und der Feuilleton und die Fachzeitschrift für Psychologie oder Coaching.
Coaching: In drei Tagen zur Erfolgsbestie, kann man da lernen. Hahaha!
Ich habe mir Alles selbst beigebracht und ich leide nicht unter mir.
Die Hölle, das ist der Andere. Ich bin zu einer Psychotherapeutin gegangen, weil ich weiß, dass ich aus der Masse herausfalle und das macht mich einsam, dieses Herausfallen und da habe ich eine Psychotherapie beantragt, weil ich eine Natur bin und als Natur dieser Art dem/der PsychotherapeutIn einen Zugang zu mir öffnen möchte. Damit Eine/r mich sieht!...(Notiz zu dem noch unfertigen Buch „Die Wollust des Tötens“)



 


Paganini, der Kater, in der Redaktionskonferenz:

Kladde hin, Kladde her, sollte das nicht sensibel gestreut werden?
Nicht so platt hintereinander weg!
Wir könnten ja gleich schreiben: Da ist unsere Kladde, Winkewinke, wir wollen ein Buch daraus machen...

Chefredakteurin:

Ach, Firlefanz, so weit denkt doch Keiner...

Und ein Schnurren breitet sich aus, in der Paganini´s-Redaktion! 

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